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04.07.2012 Bekämpfung des Riesen-Bärenklau (Neophyten) in Tirol

Der Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude – Heracleum mantegazzianum) ist eine eingeschleppte Pflanze aus dem Kaukasus. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 1,5 bis 4 m. Die Pflanzen sterben im Herbst ab und treiben im Frühjahr wieder neu aus.

Der Riesen-Bärenklau wurde ursprünglich als Zierpflanze Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa eingeführt, seine starke Ausbreitung ist seit den 1960er Jahren bemerkbar.

Problematik: Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe löst die Pflanze phototoxische Reaktionen aus, das heißt, dass unter Einwirkung von UVA-Strahlung gewebeschädigende Stoffe freigesetzt werden, die zu Hautverbrennungen führen können. Aus diesem Grund ist Hautkontakt mit dem Pflanzensaft unbedingt zu vermeiden!

Im Auftrag der Landesregierung und mit Unterstützung der Tiroler Bergwacht wurde die Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Mag. Dr. Konrad Pagitz beauftragt, Gegenmaßnahmen zu treffen, um die weitere Verbreitung zu verhindern. Das Ziel soll die Ausrottung dieser Pflanze sein.

In der Gemeinde Thiersee wurde der Riesen-Bärenklau bis jetzt am Maistallerberg aufgefunden.

Die ersten Maßnahmen für die Bekämpfung hat die Bergwacht Thiersee am 04.07.12 mit dem Ausgraben der Wurzeln gesetzt (siehe Fotos). Für die endgültige Beseitigung der Pflanzen muss die Stelle alle 3 Wochen über mehrere Jahre kontrolliert und bearbeitet werden, insbesondere gilt es, den Nachwuchs der Jungpflanzen in der Vegetationszeit zu unterbinden.

Weitere Bilder findet man unter Menü - Bilder.

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